Unsere Antwort: Nein, WordPress ist nicht überholt. Aber die Zeiten, in denen man eine Website mit irgendeinem Fertig-Theme, einem Pagebuilder und möglichst vielen Plugins zusammenklicken kann, sollten tatsächlich vorbei sein. Und wenn wir ehrlich sind, war das nie eine gute Idee.
Warum WordPress in die Kritik geraten ist
Die angesprochen Kritikpunkte können wir größtenteils nachvollziehen, sie haben jedoch nicht unbedingt etwas mit WorPress selbst zu tun.
Viele WordPress-Websites sind über Jahre gewachsen: ein schickes, gekauftes Theme, dazu ein Pagebuilder, ein Formular-Plugin, ein SEO-Plugin, zwei weitere für Slider und Galerien und noch eins für den Cookie Banner. Dazwischen gab es dann immer wieder individuelle Anpassungen, die niemand mehr genau nachvollziehen kann. Solche Installationen können langsam, unübersichtlich und bei Updates störanfällig werden. Das Problem ist dann aber nicht einfach WordPress, sondern eine Website, die ohne klares technisches Konzept entstanden ist und/oder nicht fortlaufend gepflegt wurde. Dies kann mit anderen Systemen genauso passieren.
Auch Hinweise zur Sicherheit greifen unserer Ansicht nach häufig zu kurz. Eine ungepflegte Website mit alten Erweiterungen ist möglicherweise angreifbar. Eine professionell betreute WordPress-Installation, die regelmäßig aktualisiert, gesichert und überwacht wird, ist nicht unsicherer als Websites, die auf anderen Systemen laufen. Entscheidend sind ein guter Hosting-Partner, sorgfältig ausgewählte Plugins, sichere Zugänge, Backups und regelmäßige Wartung.
Der „Gutenberg-Editor“ hat WordPress flexibler gemacht
Mit dem Block-Editor – genannt Gutenberg – hat sich WordPress in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Inhalte werden nicht mehr als Fließtext mit wenigen Formatierungsmöglichkeiten bearbeitet, sondern aus einzelnen Bausteinen zusammengesetzt: Überschriften, Bilder, Galerien, Teaser, Zitate, Spalten, Buttons… Die Möglichkeiten sind nahezu unendlich.
Für die Anwender ist das ein ziemlicher Gewinn, denn die Seiten und Beiträge lassen sich deutlich anschaulicher und flexibler bearbeiten. Für uns als Entwickler bedeutet es zudem, dass wir z.B. wiederverwendbare Bausteine erstellen können, die zum Erscheinungsbild und zu den Anforderungen einer Website passen und vom Anwender einfach an verschiedenen Stellen eingesetzt werden können.
Das ist allerdings etwas anderes als ein PageBuilder wie Elementor oder WPBakery, da wir den gestalterischen Rahmen und die nutzbaren Möglichkeiten genau definieren können. Die Inhalte werden nur dort gepflegt, wo es Sinn ergibt und die Bausteine werden nur an einer zentralen Stelle bearbeitet. So bleibt die Website in sich konsistent.
Baukasten-System oder WordPress? Für uns keine Glaubensfrage
Es gibt sicher Gründe für Systeme wie Wix, Squarespace oder Shopify. Für eine sehr kleine Website ohne besondere Anforderungen an Gestaltung und Funktion oder für einen Shop kann ein geschlossenes System passend sein. Die technische Verantwortung liegt dann beim Anbieter, was auf den ersten Blick komfortabel erscheint. Dem gegenüberstehen dann aber laufende Plattformkosten, weniger Freiheit bei Funktionen und Gestaltung und die Bindung an einen Anbieter. Wer seine Website umziehen oder erweitern möchte, stößt unter Umständen schnell an Grenzen.
WordPress dagegen ist Open Source. Die Website, die Inhalte und die Daten stecken nicht in einem anbietereigenen System fest. Sie können den Hoster wechseln, die Agentur wechseln und die Website nahezu unbegrenzt weiterentwickeln. Für Unternehmen, Vereine und Organisationen, die langfristig planen möchten, ist diese Unabhängigkeit ein wichtiger Vorteil.
Unser WordPress-Ansatz: weniger, aber besser
Eine gute WordPress-Website sollte so weit wie möglich mit „Bordmitteln“ auskommen, also die WordPress-eigenen Funktionen nutzen, statt viele Plugins zu installieren. Deshalb setzen wir auf eine schlanke technische Basis und wählen Erweiterungen sorgfältig aus. Was sich sinnvoll selbst entwickeln lässt, entwickeln wir selbst, z.B. Funktionen für Sicherheit oder Administration. Daher setzen wir für unsere Kunden unsere eigens programmierten Plugins ein, die viele Basisfunktionalitäten enthalten, die für jede WordPress-Installation wichtig sind. So bleibt WordPress was es sein sollte: ein übersichtliches, leistungsfähiges, flexibles und gut bedienbares Content-Management-System.
Unser Fazit
WordPress ist weder ein Auslaufmodell, noch die richtige Lösung für alle Websites. Es ist ein sehr etabliertes CMS, das sich kontinuierlich technisch weiterentwickelt und heute mit dem Block-Editor viele Anforderungen besser löst als noch vor einigen Jahren. Entscheidend ist dabei, ob die Website mit Sachverstand geplant, sauber umgesetzt und langfristig gepflegt wird. Darauf kommt es bei webandmore an.
Sie fragen sich, ob WordPress zu Ihrem Projekt passt oder ob Ihre bestehende Website technisch noch gut aufgestellt ist? Sprechen Sie uns an, wir geben Ihnen eine ehrliche Einschätzung, was sinnvoll ist.

